Passauer Fürstbischöfe
Die Passauer Fürstbischöfe waren zu einem großen Teil Angehörige des bayerischen, österreichischen oder böhmischen Adels. Der Hauptsitz der Fürstbischöfe war die Alte Residenz in Passau.Zu den bedeutensten Fürstbischöfe von Passau gehörten der Erzherzog Leopold von Österreich (auch bekannt als Erzherzog Leopold V. 1586-1632) und Leopold Wilhelm (1614-1662), Sohn von Kaiser Ferdinand II., der neben Passau auch die Bischofssitze in Straßburg, Halberstadt, Olmütz (heute, Stadt Olomouc in Tschechien) und Breslau (heutiges Wroclaw in Polen) inne hatte.
Der erste Fürstbischof war Ulrich II. (34. Passauer Bischof, von 1215 bis 1221); der letzte war Leopold Leonhard Reichsgraf von Thun (73. Passauer Bischof von 1796 bis 1826).
„Fürstbischof“ war ein (vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verliehener) Titel für einen Bischof, der zusätzlich zu seiner Funktion als geistlicher Herr oder Oberhirte auch noch weltlicher Herr über ein bestimmtes Gebiet, das sogenannte „Hochstift“, war. Das gesamte Bistum eines solches Bischofs wurde „Fürstbistum“ genannt.